10.03.2005 - Der Willibrordi-Dom in Wesel

Der erste Ausflug in 2005 des Ökumenischen Geschichtskreises Holsterhausen an der Lippe führte zum Willibrordi-Dom in Wesel. Wesels Stadtkirche, wurde um 1500 als spätgotische Basilika mit fünf Kirchenschiffen erbaut. Der Turm ist von 1478. Schon vor 800 n. Chr. stand an dieser Stelle eine Fachwerkkirche. Das Gebäude wurde mehrfach erneuert und vergrößert. In frühster Zeit unterstand die Kirche dem Kloster Echternach, der Grabstätte des Friesenmissionars St. Willibrord (gest. 739). Die Hansestadt Wesel war der Hauptort des Herzogtums Kleve. Ostern 1540 schloss sich die Stadt der Reformation an und wurde ein Zentrum reformierten Kirchentums. Diese Entwicklung spiegelt sich bis heute in der schlichten Gestaltung des Gottesdienstraumes. Bis 1612 standen in der Kirche über 30 Altäre!

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Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche mit Hilfe des Preußischen Herrscherhauses neugotisch renoviert. Erst jetzt wurde der geplante Chorumgang ausgeführt. An diese Zeit erinnern über den Eingangsportalen Standbilder des Großen Kurfürsten und Kaiser Willhelms I. Ende des 2. Weltkriegs wurde die Kirche stark zerstört. Von 1948 - 1994 wurde sie durch den Willibrordi-Dombauverein wiederhergestellt. Der Wiederaufbau durch eine eigene Dombauhütte geschah im Rückgriff auf die mittelalterliche Ausführung. Die neugotischen Elemente wurden abgetragen. Aufgebracht wurde wieder ein Chorreiter, von dem viermal am Tag ein Glockenspiel erklingt.

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