22.03.05 - Heimatverein Wulfen weiht Gedenktafel ein

Der Wulfener Heimatverein hat in Kooperation mit dem Metallwerk Franz Kleinken eine Bronzetafel fertigen lassen. "In memoriam" heißt es darauf, und dass sechs Kinder, elf Frauen und sechs Männer bei den Luftangriffen starben. 20 der Opfer waren Wulfener. Mit einem ökumenischen Gottesdienst gedachten die Wulfener am Dienstagabend der Kriegsopfer. Pfarrer Hellkuhl von der Kirchengemeinde St. Matthäus und Pfarrer Krüger von der evangelischen Gemeinde, feierten den Gottesdienst gemeinsam und erinnerten dabei an das unermessliche Leid des Krieges.

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Vor genau 60 Jahren, am 22. März 1945, flogen amerikanische Bomber Wulfen an, um die wichtige Hauptstraße und den Bahnhof anzugreifen. Mehr als 100 Bomben fielen in rund 20 Minuten, die Pfarrkirche und 15 Häuser wurden dabei total zerstört, so ist auf der Gedenktafel nachzulesen. Sieben Gebäude mussten sofort geräumt werden, zwölf weitere wurden stark beschädigt.

Fahnenabordnungen der Wulfener Vereine, darunter auch die Schützen, stellten sich anschließend neben der Tafel auf, vor der eine Flamme brannte. Beide Geistliche wünschten sich in der kurzen Einweihungsfeier, dass "die Menschen sich zu einer Familie zusammenschließen" um dann "die Tafel für die Menschen in den Dienst zu nehmen". Die Gemeinde sang, begleitet von der Blasmusik Wulfen, gemeinsam "Maria, breit' den Mantel aus"; ein Lied, das im Krieg oft in den Bunkern gesungen wurde. Pfarrer Hellkuhl berichtete von einer Bitte, dieses Lied zu singen, die er vor dem Gottesdienst bekam. Anschließend segnete Hellkuhl die Bronzetafel.